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Turiner Grabtuch

Malteser zeigen erste Ausstellung in Deutschland zum Turiner Grabtuch - Professor: Sehr wahrscheinlich wurde Jesus Christus in diesem Leinen beerdigt

04.06.2013
Wer ist der Mann auf dem Tuch?
Köln. Der Grabtuch-Experte Giulio Fanti, Professor für mechanisch-thermische Forschung an der Universität Padua/Italien, hat in einer Pressekonferenz in Köln jüngste Forschungen vorgestellt, die das Tuch als Produkt des 1. Jahrhunderts n. Chr. einstufen. Er sieht damit frühere Untersuchungen als widerlegt an, die den Leinenstoff ins 13./14. Jahrhundert datieren. Fanti: „Sehr wahrscheinlich wurde Jesus Christus in diesem Leinen beerdigt."

Am Morgen vor der Pressekonferenz hatte Joachim Kardinal Meisner die erste Ausstellung in Deutschland zum Turiner Grabtuch eröffnet. Unter dem Titel „Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche" stellt die Ausstellung sowohl wissenschaftliche Forschung wie theologische Sichtweisen zu dem Leinentuch vor. Entwickelt wurde die Ausstellung von den Maltesern und dem Erzbistum Köln mit Hilfe privater Unterstützer.

Kardinal Meisner: „Das Wissen um die zentrale Gestalt des christlichen Glaubens ist heute nicht mehr sehr ausgeprägt. Deshalb ist eine Ausstellung wie diese sicher ein guter erster Zugang für heutige Menschen. Denn sie holt Jesus gleichsam aus dem Ungefähren heraus und macht erfahrbar, dass er eine reale Gestalt unserer Geschichte ist."

Herzstücke der Ausstellung, die während des Eucharistischen Kongresses im Erzbischöflichen Priesterseminar zu sehen ist, sind eine originalgetreue Nachbildung des 4,4 mal 1,1 Meter großen Tuchs sowie des darin abgebildeten Korpus. Aber auch weitere Ausstellungsstücke wie die Dornenhaube und die Nägel, die zur damaligen Zeit verwendet wurden, bieten Anregung zur Diskussion. Die Sammlung umfasst 22 Informationsstelen sowie sieben Vitrinen und liefert einen Beitrag zum derzeitigen „Jahr des Glaubens".

Zur Motivation der Malteser die Ausstellung zu entwickeln, sagte der Vize-Präsident der Deutschen Assoziation des Malteserordens, Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg: „Durch diese neu gestaltete Ausstellung möchten wir die Botschaft des Grabtuches vom Leiden und von der Auferstehung Christi sichtbar glaubhaft machen." Dazu dienten auch die erst in den letzten Jahren entwickelten Verfahren, den so entsetzlich geschundenen Körper des Mannes auf dem Tuch dreidimensional darzustellen. Dieser „im ersten Moment schockierende Anblick" könne gerade das Zusammengehen von Vernunft und Glaube aufzeigen.

Die Ausstellung ist vom 6. bis 19. Juni geöffnet. Eine gut 100-seitige Broschüre sowie eine Internetpräsentation informieren über die Ausstellung (www.malteser-turinergrabtuch.de). Am 8. Juni, in der Zeit von 13 bis 14.30 Uhr, wird der Buchautor Michael Hesemann im Rahmen des Eucharistischen Kongresses einen Vortrag zum Turiner Grabtuch im Erzbischöflichen Priesterseminar, Kardinal-Frings-Str. 12, halten. Nach dem Eucharistischen Kongress wird die Ausstellung in mehreren Orten im Erzbistum Köln zu sehen sein. Für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse ist Unterrichtsmaterial zum Turiner Grabtuch verfügbar.

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Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, mobil 0160 / 70 77 689, Fax 0221/9822-78 125;
presse(at)malteser(dot)org; www.malteser.de

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