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Turiner Grabtuch

Von der Idee bis zur Realisierung

Im Jahre 2007 unternahmen Führungskräfte der Malteser eine Pilgerreise ins Heilige Land. Die Gruppe besuchte im päpstlichen Gästehaus Notre Dame de Jerusalem eine Ausstellung, die sich mit dem Turiner Grabtuch befasst. Am Ende der Führung betete die Gruppe vor einem lebensgroßen Abbild des Mannes, der seinerzeit in dem Grableinen gelegen hatte. Wer war der Mann in dem Tuch?

Die Eindrücke dieser Ausstellung waren tiefgehend und vor allem nachhaltig. Es entstand der Wunsch, ein solches Wissens- und Glaubenserlebnis auch in Deutschland zu vermitteln. Nicht nur Erwachsenen, sondern auch Schülern sollte das Thema zugänglich gemacht werden, modern und ansprechend aufbereitet. Wissenschaft lich Interessierte und Gläubige sollten sich gleichermaßen angesprochen fühlen.
Die Geschichte des Tuches, die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse um Wunden und Echtheit sollten, wo immer möglich, mit biblischen Bezügen den Betrachter zum Nachdenken anregen. War der Mann im Tuch Jesus von Nazareth?

Die Idee brauchte fast sechs Jahre bis zu ihrer Realisierung: Aktuelle Erkenntnisse aufbereiten, Exponate finden und fertigen lassen, Fachleute zusammenbringen, ein Konzept entwerfen, Sponsoren gewinnen. Vor zwei Jahren fügte sich dann alles zusammen: der Malteserorden übernahm die Trägerschaft  der Ausstellung, der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, sagte die Schirmherrschaft  zu und der Malteser Hilfsdienst verantwortete die Projektleitung. 

Hervorragende Fachleute fanden sich zu einem hochengagierten Team zusammen, verbunden im Glauben und leidenschaftlich in der Präzision ihres Schaffens. Und mit allergrößtem Respekt vor dem Leidensweg des Gekreuzigten. Je mehr sich die Gruppe mit der Perfidität der Tortur und den übermenschlichen Schmerzen des Gekreuzigten auseinandersetzte, umso größer wurde die Hochachtung vor dem Erlöser, der Glaube an Seine Auferstehung. »Tuch und Corpus – eine Ausstellung zum Turiner Grabtuch« steht am vorläufigen Ende einer sehr intensiven Projekt- und Glaubensarbeit.

Und es steht am Anfang einer Reise durch Deutschland, das deutschsprachige Ausland und – dann natürlich übersetzt – überall dorthin, wo Wissenschaft  und Glaube aufeinandertreffen wollen und dürfen.

Ihr

Bernd Falk, Malteser Hilfsdienst

Einer der Initiatoren der Ausstellung zum Turiner Grabtuch

Kuratorin der Ausstellung

Bettina v. Trott zu Solz,
Tel. (0160) 844 6000
btrott11(at)hotmail(dot)com
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