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Turiner Grabtuch

Das Bluttuch von Oviedo

Als Jesus am Kreuz gestorben war, legte man ihm ein Tuch um den Kopf. Das war bei den Juden Sitte, denn man wollte nicht in das vor Schmerz verzerrte Gesicht eines Toten blicken. Der Evangelist Johannes erwähnt, dass man dieses „Schweißtuch“ in das Grab Jesu legte und dort wieder fand, als er auferstanden war. Der Tradition nach wurde es zunächst in Jerusalem verehrt und dann am Jordanufer versteckt. 

Als die Perser 614 das Heilige Land überfielen und  die Kirchen und Klöster ausraubten, brachte man es zunächst nach Alexandria, dann nach Spanien.  Im 8. Jahrhundert kam es in die Stadt Oviedo im Norden des Landes. Dort baute ihm König Alfonso II. eine Kirche.

Wissenschaftler haben dieses Tuch gründlich untersucht. Sie haben festgestellt, dass die Blutflecken auf dem Tuch deckungsgleich sind mit den Wunden auf dem Turiner Grabtuch. Auch die Blutgruppe ist identisch. Beide Tücher umhüllten also den gleichen Toten. Man fand sogar Pollen der gleichen Pflanzen in beiden Tüchern.

Das Tuchbild von Manoppello

Ein transparenter Schleier aus feinster Muschelseide zeigt das Antlitz Jesu, deckungsgleich mit dem Angesicht auf dem Turiner Grabtuch, jedoch lebendig, mit offenen Augen und geheilten Wunden. 

Muschelseide (oder Byssus) ist ein extrem seltenes und höchst teures Gewebe der Antike, das nicht bemalt werden kann.
Auf ihr hält keine Farbe. Forscher sind davon überzeugt, dass es sich bei diesem Schleier um das im Johannes-Evangelium beschriebene Schweißtuch Christi aus dem Grab Christi handelt.

Jahrhunderte lang wurde es als »Schweißtuch der Veronika« im Petersdom in Rom aufbewahrt und zog unzählige Pilger an. 

Seit der Plünderung Roms im Jahr 1527 galt der Schleier als verschollen, bis ein Kapuzinerpater ihn 1977 erstmals wieder einer größeren Öffentlichkeit vorstellte. Seitdem haben sich namhafte Kunsthistoriker und Naturwissenschaftler seiner Erforschung  verschrieben. 

2006 kam auch Papst Benedikt XVI. nach Manoppello, um vor dem »Heiligen Antlitz« zu beten. Heute wächst der Pilgerstrom zu dem entlegenen  Heiligtum in den Abruzzen aus aller Welt von Jahr  zu Jahr. 

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